MEINE KOREAREISEN 2013 - 2017

Der Koreareisende unterwegs...

27Oktober
2017

Rund um das Gwanghwamun (tor)

In der "Guten Stube" von Seoul ist immer was los - am Gwanghwamun und vor allem auf der Pracht-Straße davor sind immer wieder Veranstaltungen, wo entweder Künstler auf Bühnen oder Organisationen sich präsentieren.

So zum Beispiel am Tag der koreanischen Schrift Hanguel, oder am Nationalfeiertag, der in Korea auch am 3.Oktobe stattfindet oder wie gerade beim Besuch von mir mit einer guten Freundin die in Seoul lebt, wo viele Dinge rund um den koreanischen Buchdruck, der die Metall-Lettern schon knapp 90 Jahre vor Johannes Gutenberg kannte, gezeigt wurden.

Wir konnten selbst einen Stempeldruck von einer von einem Meister dieses Fachs selbst geschnitzten Platte machen und bekamen auch interessante Informationen zum ersten mit Metall-Lettern gedruckten Buch in Korea, dem Jikji, aus dem Jahre 1377.

Bei einem kleinen Streifzug rund um Gwanghwamun konnte ich noch einige Impressionen einfangen, bis wir dann zum Abendessen (wieder einmal und sehr gerne!) bei ART4LIFE in Buamdong, das mit dem Bus nur 5 Stationen vom Gwanghwamun entfernt ist, eintrafen und den Abend ausklingen ließen.

Der Meister bei der Arbeit: Handgraviert in Holz - ein Fehler, und die Platte ist wertlos!

Um Gwangwamun herum und nahe des Palastes Gyeongbok sind schöne Straßenzüge entstanden, das Viertel Bukcheon granzt hier östlich an.

Nahe zum Blauen Haus, dem Sitz des Präsidenten

 

Hier lande ich in jedem Urlaub mindestens einmal: ART FOR LIFE ist für mich "Best Place in Seoul" :-)

 

Einige andere IMpression findet man hier

 

26Oktober
2017

Am Wegesrand gesehen: Korea - ungewöhnlich

Immer wieder trifft man als Besucher auf -aus unseren Augen und mit dem Hintergrund unseres Kulturkreises- ungewöhnliches oder witzig erscheinendes.

Eine kleine Zusammenstellung habe ich hier:

 

Fotopunkt: genau hier muss man fürs optimale Bild stehen....?

Foto-Standort: GENAU HIER muss man stehen...

Buddha sendet live...auf UKW!

Buddha sendet live - auf UKW!

Kunst am Bau - bringt Farbe ins Spiel

Kunst am Bau - schön farbig

bar jeder Vernunft?

bar jeder Vernunft?

Also wenn der Bauherr es nicht selbst weiß, wann Zakuzaku kommt...

Ja wenn der Bauherr es nicht weiß...

 

Manche Eingänge findet man schwer. Diesen hier kann man kaum erreichen!

schwer zu erreichender Eingang...

Auch eine Art, Fahrräder "abzustellen"

Fahrräder abstellen mal anders!

Man achte aufs Datum...

Man achte aufs Datum: 24.11.

Eine (fast) echte Kuckucksuhr. Gesehen auf einer Toilette im WC eines Cafés in Busan

(fast) echte Kuckuksuhr, im WC eines Cafes in Busan

Und wenn man sich rumdreht: sehr nette Inneneinrichtung - da mag man auch mal länger verweilen!

nett gestaltet: WC in einem Cafe in Busan

Koreanische Rollatoren habe richtige Sitze. Eine gute Idee!

Koreanische Rollatoren mit richtigem Sitz! Gute Idee!

Hinweis auf gleich vier Tempel. Eine fromme Gegend!

Fromme Gegend: gleich vier(!) Tempel...

Klar: so sieht der typisch deutsche Postbote aus (gesehen im Postmuseum Seoul)

So sieht der typisch-deutsche Postbote aus (Postmuseum Seoul)

 

 

25Oktober
2017

Namsangol-Hanokmaul - das alte Hanok-Dorf am Nam-Berg

Seoul bietet viel Korea auf engstem Raum: man kann in modernsten Einkaufspassagen shoppen ohne Ende, kulinarisch die ganze Bandbreite von Traditionell bis International oder - auch sehr gut - FUSION FOOD erleben. Futuristische und elegante städtische Hochhaus-Arrangements sind zu bewundern ebenso wie dörfliche Ecken, ländlich geprägt sogar mit Garten und kleinem Feld. Man kann abgelegene Tempel im Wad oder Stadttempel, die als Insel der Ruhe umtost werden vom Stadtverkehr, besuchen und ebenso große Kirchen, und man kann Kilometerlang spazieren gehen an Flüssen und Flüsschen. Und Wandern, ja sogar Bergsteigen - und all dass ohne überhaupt einmal die Stadtgrenzen zu verlassen!

Seoul bietet also auf seiner Fläche eigentlich "Korea im Kleinen", und daher empfehle ich vielen, die Interesse an Korea haben, aber Angst vor der Sprachbarriere oder dem Reisen im fernen Land: fliegt nach Seoul, schaut Euch die Stadt mal eine gute Woche bis zehn Tage an, mit all den Facetten! Natürlich ist Korea mehr als Seoul, aber um einen guten Einblick zu erhalten kann man schon viel in Seoul erleben. Wichtig ist nur, dass man die Touri-Trampelpfade und gut gemeinten City-Bustouren spätestens am 3. Tage mal verlässt!

Einer der Orte, wo man innerhalb der ersten drei Tage hoffentlich hinfinden wird, ist das Namsangol-Hanokmaul, das kleine Hanok-Dorf am Fuße des Nam-Berges, den ja bekanntlich der N-Tower Aussichtsturm ziert.

Von der U-Bahn Station Chungmuro sind es nur wenige Meter vom Ausgang 4. Man betritt einen Bereich mit wunderbaren alten Hanok-Häusern, die bis in die Zeit der Yi-Dynastie (Joseon-Zeit) zurück reichen.

Interessant ist auch, dass die Innenausstaatung rekonstruiert wurde. So erhält man einen guten Eindruck von der Lebensweise der Oberschicht jener Zeit.

Heute finden auf den Plätzen des Areals vorrangig an den Wochenenden Events und Festivitäten statt, die das Alte Korea den Zuschauern sichtbar machen. Der Eintritt ist kostenlos und man sollte die Taekwando-Aufführungen oder die Musik des Sanmulnori (Bauernmusik aus Korea) genießen.

Bitte den LINK zu Sanmulnori am Ende dieses Eintrags beachten!

Auch das Gegenstück zum Japanischen Sumo-Ringen; Ssurim, mit deutlich schlankeren Protagonisten :-) ist gelegentlich zu sehen.

Aber auch beim Gang durch die Wege im Nachmittagslicht bleibt die nur wenige Meter entfernt liegende Stadt hinter einem zurück.

 

Zwar nicht der Haupteingang, aber ich schleiche mich hier mal von einem seitlich gelegenen Tempel hinein (viel schöner ;-)

Großer Platz wo am Wochenende oft Aufführungen stattfinden. Dient sonst als Ausruh-Ecke.

Insgesamt fünf Hanok-Anlagen bilden das Gesamt-Arrangement in- und nebeneinander verschachtelter Gebäudekomplexe.

Die modernen Zeiten sind nicht zu übersehen - der N-Tower (N steht für New, da vor einigen Jahren renoviert, aber es steht auch für Namsan, den Berg, auf den er steht).

Die Reisigmatten hängen bei Sommerhitze vor den Fenstern und spenden zusätzlich Schatten, Durch die weit überhängenden Dächer kommt sowieso wenig direkte Sonne ins Haus. Man kann teilweise sogar Klappmechanismen an den Wänden nach Außen ziehen, um so dem Wind Möglichkeit zu geben, durchs Haus zu ziehen - Stromlose Air Condition von vor 500 Jahren!

Innenräume sind mit Wachspapier ausgelegt und werden nur auf Socken betreten. Die Gitterartigen Verstrebungen an den Türen sind mit hauchdünnem Maulbeerbaum-Papier (Hanji) bespannt.
Schiebetüren wie in Japan habe ich hier keine gesehen, es sind immer Türen die wie unsere in Angeln hängen.

Die Stadt liegt maximal 100m entfernt auf der "Talseite". Hinter dem Betrachter steigt das Gelände dann zum Namberg hin an.

Auch einen schönen Teich mit vielen Sitzgelegenheiten hat man angelegt. Dort findet man auch schön gewachsene Bäume. Koreanische Gärten sind von Japanischen sehr unterschieden. Auch die koreanischen sind geplant, aber erwecken den Eindruck von gewachsener Natur. Japanische Gärten vermitteln eine Landschaft en miniature, der man die Gestaltung durchaus auch ansehen darf. Ebenso verhält es sich mit Bonsai: in Korea wurden diese Bäumchen erst durch die Japanische Okkupation 1910 bis 1945 richtig bekannt. Eigentlich - so habne mir einige Koreaner schon berichtet - mögen sie diese künstliche Gestaltung von Bäumen nicht sehr. Sicherlich haben beide Länder trotz geografischer Nähe viele Unterschiede - und das ist sicher auch reizvoll.

 

 Hier noch der versprochene Link zur Sanmunori-Musik!

Man muss diese Percussion mal live erlebt haben. Kaum eine andere Musik drückt die koreanische Seele und Mentalität so aus wie diese letztlich aus dem bäuerlichen Umfeld stammende Musik. Langsam beginnend steigert sie sich immer wieder in ein Creszendo aus schnellem Rhythmus und verlangt den Protagonisten alles ab. Die Stücke gehen meist über 10-20 Minuten, und ist einfach beeinfruckend. Diese Art Musik wird übrigens von Männern wie Frauen gleichermaßen gespielt,

LINK 1 (Youtube)

sowie:

LINK 2 (Youtube) (wer es nicht erwarten kann, gleich auf Zeitindex 8:00 gehen :-)

 

 

24Oktober
2017

Art Park in Anyang - Kunst unter freiem Himmel

Anyang liegt etwa auf halber Strecke zwischen Seoul und Suwon, schön eingebettet zwischen Bergen und daher landschaftlich reizvoll.

Ich bekam den Tipp, dorthin zu fahren, und mir den Anyang Art Park einmal anzusehen von einem Freund bei KBS aus der deutschen Redaktion. Von meinem Hotel ist Anyang schnell mit der U-Bahn zu erreichen, eine knappe halbe Stunde dauert die Fahrt. Vor Ort habe ich dann einen Bus genommen, um zum Park zu gelangen, wie es bei der Seite der KNTO, der koreanischen zentrale für Tourismus angegeben ist. Doch der Fahrer meinte schon nach einer Station, jetzt aussteigen, und links laufen. Gesagt, getan. Das Hinweisschild klärte dann darüber auf, dass es 1,1 km bis zum Park sind. Die auf der KNTO angegebenen Buslinien stimmen also nicht alle, einige (die vierstelligen) fahren nur in die Nähe, bleiben an der Hauptstraße, aber es gibt auch Linien, (z.B. Linie 2), die direkt zum Park fahren.

Trotzdem sollte man die 1,1 km machen, denn Begriff Park ist jedoch etwas missverständlich - es handelt sich nicht um einen abgegrenzen Park wie man meinen könnte, sondern um die Wege parallel in dem Tal des kleinen Samseung-Flüsschens (die Namensähnlichkeit zum koreanischen Elektronik-Riesen ist wohl Zufall). Beiderseits des Flüsschens gehen Wanderwege bzw. eine Straße mit bequemen, breiten Gehwegen, an denen viele kleine "Art-Cafes" und Bierkneipen, Restaurants- und Imbissbuden,  aber auch Läden mit Wander- und Outdoor Zubehör aufgereiht sind. Das Ganze ist sehr ansprechend gestaltet. Dann sind da noch die Installationen von Künstlern wie Steinblumen oder eine Wasserorgel, oder ein gut 150m langer "Schlauch", durch dessen Windungen man läuft und an dessen Ende eine Bühne für Darbietungen sowie Sitzgelegenheiten sich befinden.

Am Ende des "Parks" beginnen dann die recht steilen Wanderwege des Gwanaksan (Gwanak-Berges).

 

Station Gwanak, Ausgang 2, mit dem Bus  5624, 5625 oder 5626 eine Station fahren, und dann hier, wenn man dieses Schild sieht, die Fußgängerunterführung nehmen, um die Fahrbahn zu unterqueren. Auf der anderen Seite in gleicher Richtung weiter, und wo das kleine Flüsschen die Straße unterquert auf dessen rechter Seite dann hinauf gehen...

...das schaut dann gleich viel schöner aus :-)

Blick vom nahe gelegenen Anyang- und Architekturmuseum zurück auf das Flüsschen Richtung Straße, wo die Busse fahren.Man läuft also auf der hier linken Ufer-Seite nach links (Richtung Berg).

 

 

Die Wege sind einfach schön angelegt und man kann toll spazieren gehen, es braucht keine Wanderausrüstung. Nur wenn man in den Gwanak Wanderbereich will, ist festes Schuhwerk sehr empfohlen!

Die Wandersleut´sind schon früh unterwegs gewesen und nun auf dem Rückweg, meist kehrt man dann irgendwo ein.

Der "Schlauch". Abends ist er wohl innen beleuchtet, denn auf der ganzen Länge von ca. 150m durchziehen ihn Leuchtstoff-Röhren.

Auch ich bin in ein "Art Cafe" eingekehrt, wo der Künstler den Kaffee und Tee in den selbst gefertigten Tassen und Kännchen ausschenkt! Das Ganze ist eine große Ausstellung, eine Galerie mit Verkauf, wo die sehr schöne und hochwertig gearbeitete Keramik ihre Abnehmer findet.

MIr hat der Künstler, Jang Won-Gu, ein kleines Geschenk überreicht: einen handgefertigten kleinen Keramik-Anhänger!

Mit frischem Koffein-Pegel geht es dann wieder langsam zurück Richtung U-Bahn. Hier noch ein Blick auf die "Steinernen Blumen"...

...und das Nachmittagslicht zeichnet eigene Kunstwerke ins Laub.

Bei einem Abstecher in eine kleine, steile Seitenstraße entdeckte ich noch diesen kleinen Tempel.

 

 

23Oktober
2017

Stippvisite in Suwon

Suwon stand heute auf dem Progamm. Auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole: wieder blauer Himmel und Temperaturen um die 22 Grad, das ist für diese Jahreszeit ein Super-Wetter! Mit einem Intercity-ähnlichen Zug erreicht man Suwon in knapp 30 Minuten ab der Station Yeongdongpo, die nahe zu meinem Hotel liegt.
Auch mit der Seouler U-Bahn kommt man direkt nach Suwon - die Überland-Bahn braucht ab Stadtmitte etwa 65 Minuten.

Nachdem ich die Festungsanlage bereits oft besucht und abgelaufen habe (siehe frühere Blogeinträge), wollte ich mir dieses Mal die Stelle in der Stadt ansehen, wo Freiburg als Partnerstadt am 3.11.2015 verewigt wurde. Suwon hat einige Partnerstädte weltweit und diesen Partnerschaften ist an einem Platz nahe dem Rathaus ein kleines Demkmal errichtet. Wegweiser zeigen in die Richtung der Städte und Stelen geben wichtige Daten der Partnerstädte wieder.

Einige Städte, darunter Freiburg, haben Geschenke an die Partnerstadt Suwon gemacht, die entsprechend nahe zu den Steelen in der Straße der Partnerstädte (Sisters City Street) aufgestellt worden sind. Freiburg hat als Beitrag zwei Rheinkiesel-Mosaike in Wappenform mit den Stadtwappen von Freiburg und Suwon installiert. Mir fehlte hier nur eine kleine Tafel, um welche Form der Kunst eines Mosaiks es sich handelt, und dass dies eine alte, typische Form des Handwerks aus Deutschland ist. Ansonsten gefallen die Wappen mir sehr gut, das aus Suwon ist ja in gleicher Form vor dem Freiburger Rathaus in den Boden eingelassen. Dies hätte ich in Suwon auch begrüßt, aber die Wappen sind auf Sockeln schräg präsentiert - so kann man sie zumindest schon gut aus der Ferne erkennen.

 

Nicht weit von der Straße der Partnerstädte liegt ein Park mit einem schönen chinesischen Garten - Wolhwawon, der typisch für chinesische Gartenanlagen gestaltet ist. Er wurde von anderer Stelle hierher verlegt und ist komplett Original aus der Zeit der Joseon-Dynastie (Yi-Zeit). Ein Ort der Beschaulichkeit und der Ruhe inmitten einer großen Stadt.

Abschlißend führte mich mein Rundgang noch in die Nähe des Paltamun-Tores, der großen ehemels südlichen Stadttores der Großen Festung, die ja Weltkulturerbe der UNESCO ist. Märkte und Buden, Garküchen und Händler prägen das Bild. Quirlige Geschäftigkeit und gleich in der Nähe die kleine Art&Craft Street, eine lange, kleine Straße zum Palast in Suwon (Hwaseong Haenggung Palast), wo ich -wieder mal!- ein kleines, tolles Cafe ausfindig gemacht habe, und wo man gemütlich sitzen und die Leute draußen vorbei gehen sehen kann.

 

Das Palta-Tor (Palta-mun)

Die Koreaner sind auf den Hund als Haus- und Hätscheltier gekommen. Diese Dame war so damit beschäftigt, Ihre Lieblinge aufs Foto zu bannen, dass sie gar nicht mitbekam, dass die beiden zu mir und in meine Kamera schauten ;-)

Unfassbar: zwei Hündchen im - KINDERWAGEN...

 

Ja, und hier das Café, wo die Cappucchino-ZUbereitung etwa 6 MInuten braucht, da alles von Hand gemacht wird.
Besser geht´s im Wiener Kaffeehaus auch nicht!

NUr sind Wiener Kaffeehäuser komplett anders eingerichtet...

Bis Ostern ist ja nicht mehr sooooo lange hin...

Und hier gab es von Bier über Kaffee und Essen nebst Souveniers so gut wie alles.

Per Zufall, auf dem Weg zum Bus, der mich zum Bahnhof bringen sollte, sstieß ich noch auf diesen Tempel, der ganz versteckt in einer Seitengassen-Einfahrt zu finden war:

Abschluss-Blick auf das Suwoncheon-Flüsschen mit netten Spazierwegen.

22Oktober
2017

Rund um den Gyeongbok-Palast - bzw. 8 Stunden Seoul zu Fuß...

Immer noch blauer Himmel. Nur einige Wolkenfronten haben es nach Osten hin eilig und ziehen durch. Mir kann es Recht sein. Ich fahre also die U-Bahn Station Gyeongokgung an und beginne mit den Erkundungen in den Vierteln rund um den größten Palastbereich in Seoul. MIt Pausen zum Essen und den einen oder anderen Kaffee (ich liebe kaffee und Cafés !!!) bin ich etwa acht Stunden zu Fuß unterwegs gewesen. Aber die Zeit verging wie im Flug.

Das liegt auch an den vielen Eindrücken die man bekommt:
Die Siedlung ist so alt wie die Stadt, und es wurde immer neu hinzu gebaut, die Straßen sind klein, die Häuser schmal und alles ist verwinkelt. Durch die Zerstörungen etlicher Kriege bis in unsere Zeit wurde immer wieder auf den Parzellen darauf gebaut, und inzwischen ist ein fast schon als verrückt zu bezeichnendes Ensemble entstanden. Straßen mit Kneipe an Kneipe, oder kleine witzige Geschäfte die ein paar Monate hier durch halten um dann wieder anderen kleinen witzigen Geschäften zu weichen. Der stetige Wandel ist der Reiz des Viertels. Trotzdem halten sich einige Läden, etablieren sich und legen so den Grundsteing für diese Region, die inzwischen als Geheimtipp am Rande der bekannten Touristenpfade gilt.

 

Die Überbleibsel der Nacht: Soju, der einfache Reisschnaps, wird in Korea gerne und bei gemütlichen Runden reichlich getrunken.

Eigentlich kann er gleich schreiben: mach Dein Ding
(und die Flaschen sind immer da - sind festgeklebt am Boden :-)

 

Sprachbarrieren gibt es zumindest beim Essen kaum: so kann doch hier jeder erkennen, dass man hier Fleisch von Schwein und Rind erhält (und offensichtlich auch noch von glücklichen Tieren !?)

Kaum biegt man in die Seitengasse einer Nebenstraße ein - schon kommt man in Ecken mit schön hergerichteten, uralten Hanok-Häusern.

 

Da steht tatsächlich "Long Sausage in the Hole"...bitte NICHT übersetzen :-)
Ja, die Koreaner haben es nicht immer so mit dem Englischen....

Manche Häuser sind hier wirklich sehr schmal!

Interessante Blumencafes, Deko-Akademie ist gleich mit dabei! Für den Cappucchino wollte die junge Dame hinterm Tresen jedoch freundlich lächelnd umgerechnet 5 Euro, das habe ich dann aber dankend abgelehnt...trotzdem ein toller Laden.

Deutsches Bier ist in Korea längst angekommen, und fest etabliert: Platzhirsch: Weihenstephan und Erdinger.

Ein französisches Restaurant: Die Bedienung lädt nicht gerade zum Besuch ein ;-)

 

An der Westmauer des Gyeongbok-Palastes fand ich dieses kleine Cafe, das hervorragende Sorten aus Afrika vorrätig hat. Man wählt die Sorte aus (Geruchsvergleich ist vorher möglich!), die Portion wird frisch gemahlen und dann per Hand aufgebrüht! Kaffeegenuss, entschleunigt in einer ansonsten sehr quirligen Stadt. SEHR zu empfehlen.

Kleine Gassen laden ein zum reingehen.

Im wahrsten Sinne an der Hintertür des Palastes (jenes Tor wurde vom Präsidenten Moon Jae-In wieder geöffnet) liegt das Blaue Haus Cheongwadae, das wegen seiner blauen Keramikkacheln auf dem Dach so genannt wird. Es ist der offizielle Amtssitz des koreanischen Präsidenten, und ist wohl am ehesten mit "Schloss Bellevue" in Berlin zu vergleichen.

Schön angelegte Straße an der hinteren Palastmauer - in unmittelbarer Nähe zum Präsidentenpalast.

Östliches Ende der Straße, wo auch die Palastmauer Richtung Süden abbiegt. 1999, als ich das erste Mal in Korea war, wurde man hier von Security-Leuten angehalten und konnte auch durchsucht werden. Stehen bleiben und Fotos machen war nicht erlaubt. Heute sind die "Men in Black" mit dem dezenten Knopf im Ohr und dem Spiralkabel das im Hemdkragen verschwindet immer noch da, aber man kann die Strae sogar entlang radeln und ungeniert Fotos machen, wie hier die Wachposten an der Straße in der weißen Gala-Uniform.

Nicht weit vom Blauen Haus beginnt der Bereich Bukcheon, den ich schon oft besucht habe (siehe ältere Blogeinträge der Vorjahre).
Daher nur noch ein paar Impressionen...

 

 

Auf dieser Seite werden lediglich die 6 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.